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Der Wintersportverein Rabenkopf, der heute über 150 Mitglieder zählt, hat trotz einiger Schwierigkeiten und nicht immer günstigen Voraussetzungen überlebt. Dies war und ist nur durch den Einsatz der Mitglieder möglich, die sich stets darum bemüht haben, dass das sportliche und menschliche Miteinander im Verein großgeschrieben wird. Der WSV Rabenkopf will ein Familienverein sein, in dem Jung und Alt miteinander wirken. Dass dies gelungen ist, zeigt die Altersspanne der Mitglieder, die zwischen 0 und 80 Jahren liegt.

Doch wie kam es überhaupt dazu, einen Wintersportverein im Mittelrheintal zu gründen?

Aller Anfang ist schwer ...
Als im Januar 1971 22 Gründungsmitglieder den Wintersportverein Rabenkopf ins Leben riefen, gab es sicher einige, die diese Idee mit einem Kopfschütteln bedachten. Doch die späteren WSVler hatten ganz konkrete Vorstellungen: Oberhalb von Neurath sollte eine Skipiste angelegt und ein Skilift betrieben werden. Hierzu wurde dem WSV unter dem damaligen 1. Vorsitzenden Günter Wendt von Herrn Wilhelm Ring und der Stadt Bacharach das Gelände oberhalb von Neurath zur Verfügung gestellt.
Bereits im Mai 1971 begannen die ersten Rodungsarbeiten, wofür ca. 200 Arbeitsstunden erforderlich waren. Aber auch finanzielle Opfer wurden abverlangt: Die Gründungsmitglieder mussten den ersten Skilift finanzieren. Dank einer großzügigen Spende des Ehrenmitgliedes Günther Zamek konnte später ein zweiter Schlepplift angeschafft werden.
Nachdem nun alle Vorbereitungen getroffen waren und sogar das erste offizielle Skirennen des Vereins geplant war, machte Petrus einen Strich durch die Rechnung – die Wintersaison 1971/72 war so mild, dass an eine sportliche Nutzung des mittlerweile 600 m langen Skigeländes nicht zu denken war.
Auch in den folgenden beiden Jahren war mangels Schnee nur gelegentlich das Skilaufen auf dem neuen Gelände möglich. Doch wenn sich die Gelegenheit bot, ging es richtig rund. Man erzählt sich noch heute die Geschichten über die tollkühnen Männer auf Skiern, die oftmals erst an der Hauswand von 'Hempe Robert’ zum Stillstand kamen.
Wer jetzt allerdings dachte, der Wintersportverein würde aufgrund der mageren Jahre nun sang- und klanglos untergehen, der irrte.
Als abzusehen war, dass die Schneeverhältnisse auch in den kommenden Jahren in den unteren Regionen nicht besser würden, wurde der Liftbetrieb nach langwierigen Verhandlungen mit der Verbandsgemeinde Rheinböllen auf den Schanzerkopf bei Ellern verlegt. Zurück zum Anfang

Der Schanzerkopf...
Auf das, was für einige Mitglieder früher viel Arbeit und Stress bedeutete, sehen wir heute doch etwas wehmütig zurück – der Liftbetrieb auf dem Schanzerkopf, erstmals 1976.
Bereits Mitte der Woche fuhr Kurt Stiehl auf den Schanzerkopf, um die Schneeverhältnisse zu prüfen. Sobald dann feststand "es geht am Wochenende auf den Schanzerkopf", hieß es Einkaufen – Würstchen, Glühwein und natürlich Gemisch für den Lift.
Bei Familie Rudi Hemp – die damals Besitzerin eines Ford Taunus war, der sich ideal für den Transport der Lifte eignete – fing der Samstag schon besonders früh an. Hier kam jedes Wochenende die bange Frage auf "geht das Auto auch an?", was es dann in der Früh zu testen galt.

Nach teilweise abenteuerlichen Anfahrten auf glatten Straßen und durch Schneeverwehungen auf dem Schanzerkopf angekommen, hieß es dann Aufbau des Liftes und den Herd in der Hütte anwerfen, damit sich die Helfer und Skifahrer stärken konnten.
Das Skigelände Schanzerkopf mit seinem Nordhang ermöglichte im Regelfall von Ende Dezember bis Mitte März das Skilaufen. Durch die Mitglieder des WSVs wurden die Abfahrtsmöglichkeiten, die Liftanlagen und die Skihütte ständig verbessert, sodass nach einiger Zeit eine Anlage zur Verfügung stand, die dem Anfänger die Möglichkeit eröffnete, die Grundbegriffe des Skilaufens zu erlernen und dem Könner die Vorbereitung auf größere Herausforderungen ermöglichte.
Man mag es kaum glauben, doch es herrschte teilweise so großer Andrang, dass es sogar zu Motorausfällen wegen Überlastung des Skiliftes kam. Welcher der damals Aktiven erinnert sich nicht an den Ruf 'Mehr Abstand halten’ – und schon ging der Motor wieder aus.
Durch die damals erforderliche Zeitmitgliedschaft hatte der WSV in der Wintersaison zum Teil mehr als 700 Mitglieder.
Der bisher letzte richtige Winter in der Region liegt leider schon mehr als 20 Jahre zurück, sodass sich das gemeinsame Skivergnügen zurzeit auf die alljährliche Vereinsfahrt beschränkt. Zurück zum Anfang

On Tour...
Die Anzahl der Skifahrer im Verein – hier dominierten anfangs ganz klar die Männer – stieg mit der Zeit ganz beträchtlich. Aus Wanderern wurden richtige Wintersportler, wobei sich auch immer mehr Frauen erste Schwünge auf den Brettern zutrauten.
Es kam, was kommen musste – die Rabenköpfler wurden von der Reiselust gepackt. Bereits 38 Mal wurden die Koffer und Skier verstaut, um andere Skigebiete kennenzulernen. Anfangs war man drei Tage, dann vier Tage unterwegs. Mittlerweile hat man die Vereinsfahrt auf eine ganze Woche ausgedehnt. Die bisherigen Ziele waren:

  • 1975 Altglashütten / Schwarzwald
  • 1976 Altglashütten / Schwarzwald
  • 1977 Schluchsee / Schwarzwald
  • 1978 Zell am See / Österreich
  • 1979 Igls bei Innsbruck / Österreich
  • 1980 St. Michael a. Katschberg / Österreich
  • 1981 Sonthofen / Allgäu
  • 1982 Ried i. Zillertal / Österreich
  • 1983 Jungholz / Österreich
  • 1984 Lermoos i. Tirol / Österreich
  • 1985 St. Johann i. Pongau / Österreich
  • 1986 Ilanz / Schweiz
  • 1987 Schluchsee / Schwarzwald
  • 1988 Mittelberg / Kleinwalsertal
  • 1989 Natters-Axams / Österreich
  • 1990 Natters-Axams / Österreich
  • 1991 Werfenweng / Österreich
  • 1992 Steeg i. Lechtal / Österreich
  • 1993 Huben b. Sölden / Österreich
  • 1994 Jerzens / Österreich
  • 1995 Kirchberg b. Kitzbühel / Österreich
  • 1996 Kirchberg b. Kitzbühel / Österreich
  • 1997 Plangeroß i. Pitztal / Österreich
  • 1998 Plangeroß i. Pitztal / Österreich
  • 1999 Mittelberg / Kleinwalsertal
  • 2000 Schoppernau i. Bregenzer Wald / Österreich
  • 2001 Milders i. Stubaital / Österreich
  • 2002 Milders i. Stubaital / Österreich
  • 2003 Zell am See / Österreich
  • 2004 Kiens i. Pustertal / Südtirol
  • 2005 Kiens i. Pustertal / Südtirol
  • 2006 Prad i. Vinschgau / Südtirol
  • 2007 Pozza di Fassa / Südtirol
  • 2008 Kiens i. Pustertal / Südtirol
  • 2009 Altenmarkt i. Salzburger Land / Österreich
  • 2010 Altenmarkt i. Salzburger Land / Österreich
  • 2011 Prad i. Vinschgau / Südtirol
  • 2012 Prad i. Vinschgau / Südtirol
  • 2013 Arzl i. Pitztal / Österreich
  • 2014 Arzl i. Pitztal / Österreich
  • 2015 Altenmarkt i. Salzburger Land / Österreich
  • 2016 Abtenau im Lammertal / Österreich
  • 2017 Abtenau im Lammertal / Österreich
  • 2018 Kiens i. Pustertal / Südtirol

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Alternativen...
Auch in den heimischen Gefilden wurde der WSV immer aktiver. Es wurden die Abteilungen Leichtathletik (1977) und Tischtennis (1978) gegründet, um die schneefreie Zeit zu überbrücken und sich auf die Skisaison vorzubereiten.
Da die milden, schneearmen Winter weiter anhielten und einen Liftbetrieb auf dem Schanzerkopf unmöglich machten, war der Verein gezwungen, Alternativen zu suchen. So entschlossen sich die Mitglieder im Jahr 1990 - damals noch unter dem 1. Vorsitzenden Dieter Heep - als zweites Standbein die Abteilung Tennis zu gründen. Nachdem sich hier sehr reges Interesse zeigte, beschloss man, den Bau von zwei Tennisplätzen unterhalb des Dorfes anzugehen. Wer jedoch die deutsche Bürokratie kennt, weiß, dass manche Dinge eben etwas Zeit brauchen. Nach mehr als fünf Jahren wurde im Jahr 1995 - nun unter dem 1. Vorsitzenden Norbert Kahnert - die Bauvoranfrage positiv beschieden, sodass das Baugenehmigungsverfahren eingeleitet werden konnte. Allerdings musste man nach dieser langen Zeit des Stillstandes akzeptieren, dass die erhoffte und auch notwendige finanzielle Unterstützung durch öffentliche Träger nicht mehr mit der Ausgangssituation zu vergleichen war. So mussten sich die Mitglieder irgendwann die Frage stellen, ob eine Realisierung denn tatsächlich noch angestrebt wird.
In der
Mitgliederversammlung vom 25.04.2009 entschieden sich die Vereinsmitglieder nach einer ausführlichen Diskussion, die u. a. die Kostensituation, die Entwicklung des Tennissports im Allgemeinen aber insbesondere auch im Verein selbst beinhaltete, sodann auch dafür, das Vorhaben nach nunmehr fast 20 Jahren nicht weiter zu verfolgen. Zurück zum Anfang

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