50 Jahre WSV Rabenkopf e. V.
1971 - 2021
 

Geschichts-Schnipsel, Kurioses, Interessantes, Wissenswertes aus 50 Jahren Vereinsgeschichte

Gegründet am 29.01.1971 feiert unser Verein in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. So war es zumindest geplant! Jedoch bestimmen nach wie vor zahlreiche Be- und Einschränkungen unser (Vereins-)Leben und es ist auch nicht absehbar, wie sich das Jahr weiter entwickeln wird bzw. was möglich sein wird.

Doch jetzt einfach den Kopf in den Sand stecken und auf bessere Zeiten zu warten - nein, das wollen wir auch nicht. Also schauen wir auf das, was geht! Zum Beispiel können wir die sozialen Medien - unsere Homepage und Facebook - für eine Art digitale Festzeitschrift nutzen. Der Plan ist, hier auf der Homepage sowie auf unserer Facebook-Fanpage immer wieder kleinere Beiträge aus 50 Jahren WSV-Geschichte zu posten - einigermaßen chronologisch von der Gründung bis heute ;-)
Und da wir zurzeit nicht zusammenkommen und gemeinsam über die alten Geschichten und Erlebtes reden und lachen können, haben wir das Ganze interaktiv angelegt. Ihr seid also herzlich dazu eingeladen, eure Kommentare zu den einzelnen Blog-Artikeln zu schreiben und diese auch zu ergänzen. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr die Kommentar-Funktion fleißig nutzt :-)

Vielleicht habt ihr auch noch weitere Anregungen und Ideen? Immer her damit!

Doch nun lasst uns schauen, was rund um den Rabenkopf und unseren Verein in den letzten 50 Jahren so los war ...

Ach ja, unten auf dieser Seite findet ihr noch ein paar Links zu Pressemeldungen etc. :-)


Unsere "Notlösung" ;-)
Da die Blog-Funktion nach wie vor nicht funktioniert, wir euch jedoch weitere Geschichtsschnipsel liefern wollen, haben wir vorerst auf ein anderes Format umgestellt. Hier sind zwar keine direkten Kommentare möglich, doch könnt ihr einfach unter den alten Blog-Artikeln einen Kommentar hinzufügen.

2021-03-06

Auch Such- und Orientierungsfahrten „Rund um den Rabenkopf“ gab es mal

Bereits 1974 fand die erste Fahrt statt, rund 20 Such- und Orientierungsfahrten sollten es insgesamt werden. Ursprünglich „zum besseren Kennenlernen der näheren Heimat“ ins Leben gerufen, wurden der Hunsrück, der Rheingau, ein Großteil Rheinhessens, der Taunus und natürlich auch die Rheinstrecke erkundet.

Hierbei ging es übrigens nicht um Schnelligkeit – im Gegenteil. Die Durchschnittsgeschwindigkeit sollte anfangs 35 km/h, später 40 km/h nicht überschreiten. Bei einer Zeitunterschreitung gab es weniger Strafpunkte als bei einer Zeitüberschreitung. Und natürlich gab's unterwegs Zeitkontrollen ;-)


Ausgestattet mit einer Bordkarte und einem Fragebogen wurden die Zweierteams losgeschickt und mussten



teils echt knifflige Fragen, „amtliche Prüfungsfragen für Fahrerlaubnisbewerber“, Silbenrätsel,

Geschicklichkeitsübungen und vieles mehr lösen bzw. bestehen. 


In einem Jahr waren 19 Teams am Start, die Gewinner wurden mit einem Pokal und natürlich einer Urkunde belohnt.   

Ach ja, bei dem ein oder anderen Team soll es im Auto so richtig rund gegangen sein. Bei euch etwa?? ;-)

1998 fand dann die letzte Such- und Orientierungsfahrt statt. Mit Blick auf die Umwelt und sinkende Teilnehmerzahlen beschloss man, dass solche Fahrten einfach nicht mehr zeitgemäß seien.



  • Orientierungsfahrt_1983-11-15
  • Orientierungsfahrt_Urkunde






2021-02-27
Der Schanzerkopf - Teil 2

Noch kurz zur Hütte …

Wie gut, dass es dort eine Hütte gab! Sie diente als Schutzhütte, als Liftkarten-Verkaufsstelle und auch für die Bewirtung der „Seilbahn-Angestellten“ nebst Angehörigen :-)

Auf der Schanzerkopf-Hütten-Speisekarte standen damals die legendären Höll-Würstchen (warm oder auch kalt) mit Weißbrot, Glühwein, Nudel- und Kartoffelsalat, Kuchen und natürlich Kreppel vom Steeger Bäcker (5 Stück (ungefüllt) zu 1,00 DM).

Die Hütten-Stamm-Mannschaft bestand aus dem damaligen 1. Vorsitzenden Günter Wendt, der neben Rosemarie Hemp für den Verkauf der Liftkarten zuständig war. Offiziell ernannt Hüttenwartinnen Christa , Erika und Gudrun.

Apropos Hütte, apropos Glühwein: Vielleicht stellt sich in dem Zusammenhang ja auch manch einer die Frage, wo der Glühwein denn nach dem Genuss hingetragen wurde. In den Wald natürlich, an den jeweils bevorzugten Baum.

Also, alles in allem war das schon ein ganz schöner Arbeitsaufwand, für den allerhand helfende Hände gebraucht wurden. Im Vorfeld wurde eingekauft, jeden Samstag- und Sonntagmorgen wurden die Lifte auf- und abends wieder abgebaut, die Hütte wurde bewirtschaftet, die Liftkarten mussten verkauft und die Skipiste jedes Wochenende wieder aufs Neue gesichert und abgesperrt werden. Es gab mehrere Streckenposten, die „Einhänger“ am Lift und natürlich die Griffefahrer*innen. Wisst ihr das noch?







Ja, damals war richtig viel los auf dem Schanzerkopf. In den drei Wintermonaten hatte der Verein neben den 200 ordentlichen Mitgliedern zeitweise über 500 Teilzeitmitglieder, was aus versicherungstechnischen Gründen nötig war.

Die Autos standen an manchen Tagen bis Argenthal und im Radio wurde über die Sperrung der Zufahrtsstraße berichtet.


Damals gab es in Neurath übrigens auch den „Ski-Service-Stützpunkt Kurt Stiehl“. Hier wurden während der Woche alle Pflege-, Montage- und Reparaturarbeiten an Skiern und Bindungen vorgenommen, sodass am Wochenende alles wieder in der Reihe war und auf dem Schanzerkopf zum Einsatz kommen konnte. Auch war Kurt dafür zuständig, dass mit den Liftmotoren alles wie am Schnürchen lief.


Zahlreiche Vereinsmitglieder – vor allem die Kinder – haben auf dem Schanzerkopf mit dem Skifahren begonnen und auch die Frauen zog es nun auf die Bretter.

Ach, vielleicht können sich manche von euch auch noch daran erinnern, wie das damals mit den Skiklamotten und den Skiern der Kinder gehandhabt wurde: Waren die Älteren aus den Skianzügen herausgewachsen oder die Ski waren irgendwann zu kurz, wurden die Sachen an die Jüngeren weitergegeben. Und das nicht nur in der eigenen Familie, sondern im gesamten Ort.


1987 fand dann leider das letzte Mal ein Liftbetrieb auf dem Schanzerkopf statt.






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2021-02-20
Der Schanzerkopf – Teil 1

Wie bereits im letzten Beitrag angekündigt, ergab sich auf dem Schanzerkopf bei Ellern für den WSV Rabenkopf eine neue Möglichkeit für den Skibetrieb mit mittlerweile zwei Skiliften. Aufmerksam wurde man durch einen Zeitungsartikel. Die damaligen Liftbetreiber Skiclub Ellern und Skiclub Gensingen hatten beschlossen, den Liftbetrieb dort nicht mehr fortzuführen. Nach eingehenden Gesprächen mit der Verbandsgemeinde Rheinböllen, der zuständigen Forstbehörde und mit großer Unterstützung der Skiclubs Ellern/Gensingen wurde im Winter 1976/77 erstmals der Liftbetrieb auf dem Schanzerkopf aufgenommen.

Auf dem Schanzerkopf (642 m) mit seinem Nordhang war das Skilaufen im Regelfall von Ende Dezember bis Mitte März möglich. So konnten die Rabenköpfler in einem Winter an 8 aufeinanderfolgenden Wochenenden auf den Schanzerkopf. 

Anfangs war die Liftstrecke noch geteilt: Der erste Teil ging von der Talstation aus, über den „Steilhang“ bis kurz vor die Hütte. Dort musste man sich aushängen, um die Hütte herumlaufen, und sich oberhalb der Hütte wieder einhaken. Von dort aus ging es dann bis nach oben. Nach einigen Umbaumaßnahmen war es dann möglich, zwischen der Hütte und dem Anbau hindurchzufahren, sodass ein Aushängen nicht mehr notwendig war.

Einen ganz besonderen Job hatten damals natürlich die „Einhänger“ an der Tal- und Mittelstation. Die mussten nämlich darauf achten, dass nicht zu viele Skifahrer am Seil hingen, da sonst der Motor schlapp machte und ausging. Und das war – vor allem für die, die es im Steilhang erwischte – nicht eben spaßig…

Ja, das Liften damals war tatsächlich eine echte Herausforderung, vor allen Dingen im schon erwähnten „Steilhang“. Es hält sich sogar hartnäckig das Gerücht, dass Einige der damaligen Skifahrer rechts einen längeren Arm zurückbehalten hätten. Warum? Weil man den Griff immer auf Spannung halten musste, damit das Seil nicht rausrutschte. Und wenn man nur 1,30 m groß ist, das Seil aber in einer Höhe von ca. 3 m hängt … Naja, man kann sich’s sicher vorstellen, oder? Passierte es dann doch, dass sich der Griff vom Seil löste, flog der Griff natürlich in hohem Bogen in den Wald und wurde oftmals erst im Frühjahr nach der Schneeschmelze gefunden. 

Unglaublich, wieviel es über die Zeit auf dem Schanzerkopf zu erzählen gibt. Daher folgt hier in Kürze Teil 2 :-)




  • schanzerkopf03
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  • schanzerkopf02












Da nicht alle Presseartikel und Dokumente in den Blog-Beiträgen untergebracht werden können, haben wir hier noch ein paar weiterführende Links untergebracht:




 
 
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